Die DSB-Zertifizierungsprüfung — Datenschutzbeauftragter (TÜV/DEKRA)
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verpflichten viele Unternehmen zur Benennung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Nach §38 BDSG müssen Unternehmen, bei denen in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind, einen Datenschutzbeauftragten (DSB) bestellen.
Mit rund 200.000 DSBs in Deutschland und einer Pflicht zur Rezertifizierung alle 3 Jahre besteht ein dauerhaft hoher Bedarf an qualifizierten Datenschutzbeauftragten. TÜV Rheinland, TÜV SÜD und DEKRA bieten die anerkannten Zertifizierungsprüfungen an — Kurse kosten typischerweise 1.500–2.500 Euro.
Prüfungsaufbau (DEKRA/TÜV)
Die DEKRA-Prüfung zum Datenschutzbeauftragten umfasst 40 Multiple-Choice-Fragen mit einer Bearbeitungszeit von 70 Minuten. Die Bestehensgrenze liegt bei ca. 70%. TÜV-Prüfungen haben ein vergleichbares Format. Die Fragen decken 10 Prüfungskapitel ab:
Kapitel 1 & 2
DSGVO Grundlagen & Rechtsgrundlagen
Grundsätze Art. 5, Rechtsgrundlagen Art. 6, besondere Kategorien Art. 9
Kapitel 3 & 4
Betroffenenrechte & Pflichten
Art. 12–22 DSGVO, Auftragsverarbeitung Art. 28, Verarbeitungsverzeichnis
Kapitel 5 & 6
TOMs & Datenschutz-Folgenabschätzung
Technisch-organisatorische Maßnahmen, DSFA Art. 35 DSGVO
Kapitel 7–10
Meldepflichten, BDSG, Spezialfälle & Sanktionen
Art. 33–34 DSGVO, BDSG, HR/Marketing/CCTV, Bußgelder Art. 83
Bestehensregeln
Um die DSB-Zertifizierungsprüfung zu bestehen, müssen mindestens 70% der Fragen richtig beantwortet werden. Bei der DEKRA-Prüfung sind das mindestens 28 von 40 Multiple-Choice-Fragen innerhalb von 70 Minuten. TÜV-Prüfungen haben ähnliche Anforderungen.
Wer muss einen Datenschutzbeauftragten benennen?
Nach §38 BDSG sind Unternehmen verpflichtet, einen DSB zu benennen, wenn mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Unabhängig von der Mitarbeiterzahl besteht eine Pflicht bei bestimmten Verarbeitungsarten (z.B. DSFA-pflichtige Tätigkeiten, gewerbsmäßige Datenverarbeitung). Die DSB-Ernennung muss der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet werden.
Kosten, Termine und Anmeldung
Vorbereitungskurse und Prüfungen für die DSB-Zertifizierung kosten bei TÜV und DEKRA in der Regel 1.500–2.500 Euro. Die Kurse dauern typischerweise 3–5 Tage als Präsenz- oder Online-Blockseminar. Zertifikate sind 3 Jahre gültig und müssen durch Rezertifizierung oder Fortbildungsnachweise erneuert werden.
DSB-Quiz bietet die günstigste Alternative zur gezielten Prüfungsvorbereitung — du lernst auf eigene Faust alle Prüfungsthemen, ohne einen teuren Kurs belegen zu müssen.
Tipps für eine gute Vorbereitung
- Kostenlos starten: Mit DSB-Quiz kannst du sofort und ohne Kosten üben — Übungsfragen zu allen 10 Kapiteln direkt im Browser, ohne App-Download.
- DSGVO-Artikel verstehen: Die DSGVO enthält viele Querverweise. Verstehe die Zusammenhänge zwischen Rechtsgrundlagen (Art. 6), Betroffenenrechten (Art. 15–22) und Pflichten des Verantwortlichen.
- Alle Kapitel gleichmäßig vorbereiten: Vernachlässige nicht die TOMs und DSFA — diese Themen haben in der Praxis hohe Relevanz und werden in der Prüfung abgefragt.
- Mit prüfungsnahen Fragen üben: Die Prüfungssimulation hilft dir, Schwachstellen zu erkennen und dich an das 40-Fragen / 70-Minuten-Format zu gewöhnen.
- Vorbereitungszeit realistisch planen: Rechne mit ca. 30 bis 50 Stunden Lernzeit. Bei berufsbegleitender Vorbereitung sind das 3 bis 5 Wochen.
Hinweis: Die Übungsfragen auf DSB-Quiz orientieren sich an den Prüfungsthemen der TÜV/DEKRA-Zertifizierungen, bilden jedoch nicht die tatsächlichen Prüfungsfragen ab. Wir können kein bestimmtes Prüfungsergebnis garantieren. Alle Inhalte werden sorgfältig erstellt, Fehler können wir jedoch nicht vollständig ausschließen. Bei Unklarheiten empfehlen wir stets die Rücksprache mit einem Fachanwalt für Datenschutzrecht.